Quelle: OA Dr.med.Harald Maier Wien
Tipps zur Vermeidung von Gesundheitsschäden durch den Eichenprozessionsspinner!
Die Larven des Eichenprozessionsspinners tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten toxische und/oder allergische Reaktionen hervorrufen.Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen (Raupendermatitis) bis zu Asthmaanfällen. Da die mikroskopisch kleinen Gifthaare bis zu hundert Meter weit mit dem Wind vertragen werden können, stellen sie eine wichtige, bis jetzt allerdings wenig beachtete Ursache einer luftübertragenen Krankheit dar. Besonders hervorzuheben ist, dass die Gifthaare mehrere Jahre in der Umwelt intakt bleiben und daher bei Wald-, Forst und Gartenarbeit aufgewirbelt werden können. Vorbeugende Maßnahmen: Vermeiden Sie Ausflüge in befallene Wälder während der Raupenperiode (April bis Mitte Juli). Das Forstamt der Stadt Wien gibt Auskunft über die aktuelle Verbreitung. Beachten Sie die Absperrungen von betroffenen Waldgebieten. Besonders Menschen mit Allergie-Neigung und vorbestehenden Atemproblemen (Asthma) ist von einemAufenthalt in einem befallenen Wald abzuraten. Tragen Sie bei den Gartenarbeiten langärmelige Hemden und lange Hosen aus möglichst dicht gewebten Stoffen, diese bieten einen gewissen Schutz. Sollten Sie nach einem Aufenthalt in einem betroffenen Gebiet einen juckenden Ausschlag bekommen, wechseln Sie die Kleidung und duschen Sie sich gründlich mit handwarmem Wasser. Waschen Sie Ihre Kleidung umgehend gründlich in der Waschmaschine Bei stärkeren Ausschlägen sowie bei Auftreten von Athemproblemen sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Symptome: Die Raupendermatitis kann sich in drei verschiedenen klinischen Erscheinungsbildern zeigen: Kontakturtikaria (Quaddeln), toxische irritative Dermatitis (Hautentzündung) oder anhaltende Papeln (Knötchen), die an Insektenstichreaktionen erinnern. Auch Allgemeinsymptome wie Schwindelgefühl, Benommenheit, oder Fieber sind auf die Giftwirkung zurückzuführen. Weiters kann es zu akuten Augenereizungen (Keratokonjunktivitis) und einer Reizungen der oberen Atemwege (Rhinitis, Phyryngitis) kommen. Beim Einatmen der Härchen entwickeln sich, besonders bei vorbelasteten Personen, Anfälle von Atemnot.Die meisten Reaktionen, die durch die Gifthärchen von Eichenprozessionsspinnern hervorgerufen werden, sind zwar unangenehm aber flüchtig.
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